Fortschritte in Malawi trotz Corona

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Jahresrückblick in Treffpunkt-Malawi-Zeitung

Trotz der weltweiten Corona-Pandemie blickt der Treffpunkt Malawi e. V. zusammen mit seinen Partnern vor Ort hoffnungsvoll in das neue Jahr 2021. Denn in den vergangenen zwölf Monaten hat sich bei den unterstützten Projekten einiges getan.

So ist es der Kolpingsfamilie Mzambazi gelungen, eine erfolgreiche Maisernte einzufahren und einen Teil davon an bedürftige Familien in der Kirchengemeinde weiterzugeben. „Wir sind beeindruckt von diesem Zusammenhalt und dem Einstehen füreinander“, freut sich August Helmig, Vorsitzender des Treffpunkt Malawi e. V. „Durch sportliche Aktivitäten wie Netz- und Fußball wird dieses funktionierende Gemeinwesen auch in der Freizeit gestärkt.“

 

Neu ist ein Projekt in Mzuzu, das John Moyo initiierte. Der Priester ist dem Treffpunkt Malawi und dem Blickwinkel Afrika seit vielen Jahren bekannt und wird wegen seines Tatendrangs und seiner Zuverlässigkeit geschätzt. Ziel ist es, die Produktion von Energiesparöfen und ein kleines Wiederaufforstungsprogramm voranzubringen. Eine Arbeitsgruppe, die aus den Treffpunkt-Mitglieder Hermann Determeyer, Miriam Pohl und Thomas Schmiemann besteht, setzte sich intensiv mit dem Projekt auseinander, bevor der Vorstand die beantragte Finanzierung bewilligte.

 

Die sehr engagierte Vorsitzende der Kolpingsfamilie Mzambazi überreicht Bälle an die örtlichen Fußball- und Netzballmannschaften. Finanziert wurden sie aus eigenen Einnahmen der gemeinschaftlichen Felder.

 

Die Schule in Ekwendeni, wo Schneiderinnen und Tischler ausgebildet werden, war auf staatliche Anordnung für mehrere Monate geschlossen. Die Schneiderinnen nähten in dieser Zeit rund 20.000 Stoffmasken, die kostenlos an die Krankenstation, die Polizei, Gefängnisinsassen und vor allem an Bedürftige abgegeben wurden, um zu verhindern, dass sich das Corona-Virus weiter ausbreitet. Der Treffpunkt Malawi leistete hierfür finanzielle Soforthilfen. Inzwischen hat sich die Corona-Situation deutlich entspannt – es gibt Vermutungen, dass die UV-Strahlung und die Wärme in dem südostafrikanischen Land dazu beitragen. Zudem findet das Leben meist draußen statt und der Anteil junger Menschen an der Bevölkerung ist enorm hoch. Deshalb ist es glücklicherweise möglich, dass die Schülerinnen und Schüler für eine Weihnachtsfeier zusammenkommen dürfen.

 

„Dass die Projekte finanziell unterstützt werden können, ist nur durch die Spenden möglich“, betont August Helmig. „Hierfür gilt allen, die dazu beigetragen haben, ein ganz herzliches Dankeschön.“ Auch für das kommende Jahr würde er gern darauf bauen. „Denn trotz der geringeren Einnahmen durch ausgefallene Weihnachtsmärkte und Aktionen möchten wir den Menschen in Malawi weiterhin mit vereinten Kräften ein verlässlicher Partner auf dem Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft sein und das Ausbildungszentrum und die anderen Projekte weiterhin fördern“, so August Helmigs Wunsch.

 

Die lebendige Kolpingsfamilie in Mzambazi ist glücklich über den guten Maisertrag auf ihren Feldern und gibt sich gegenseitig landwirtschaftliche Anbautipps.

 

Einen umfassenden Überblick über die Situation in Malawi und die Aktivitäten gibt zum 14. Mal die Malawi-Zeitung des Vereins, die unter www.treffpunkt-malawi.de heruntergeladen werden kann. Hier sind auch Berichte zur politischen Situation nach den Wahlen und von Cédric Rashidi, der zuletzt als Freiwilliger im Ausbildungszentrum in Ekwendeni eingesetzt war, zu finden.

Neben Facebook ist der Verein neuerdings auch mit einem Informationsangebot auf Instagram vertreten (www.instagram.com/meetingpoint.malawi/).

 

Abschließend weist der Treffpunkt Malawi darauf hin, dass die für Januar 2021 geplante Mitgliederversammlung auf einen noch festzulegenden Termin verschoben wird, um möglichst eine Präsenzveranstaltung durchführen zu können.

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