Workamp 2011
Auch in diesem Jahr findet wieder ein Workcamp der Jugendgemeinschaftsdienste des Kolpingwerkes in Malawi statt. Das Angebot richtet sich an alle jungen Menschen ab 18 Jahre.
Das Workcamp findet in der Zeit vom 13.08.2001 - 10.09.2011 statt. Der Partnerort ist dieses Jahr Chitipa, gelegen im äußersten Nordwesten Malawis.
Weitere Informationen zum Workcamp inklusive Anmeldeformular gibt es auf der Seite der Jugendgemeinschaftsdienste oder als PDF-Download.
Workcamp 2010
Workcamper erleben in Malawi grenzenlose Gastfreundschaft

Begeistert und mit ganz vielen neuen Eindrücken sind die sechs Jugendlichen, die für vier Wochen in Malawi waren, zurückgekehrt.
„Wir waren erstaunt, mit welcher Herzlichkeit wir empfangen wurden und wie sehr sich die Malawier über unseren Besuch gefreut haben“, sind sich die größtenteils aus Riesenbeck stammenden Reisenden einig.
Sie waren als Workcampgruppe im August in das südostafrikanische Land gereist, um dort bei einem Gemüsegartenprojekt zu helfen und sich mit den Jugendlichen in dem sehr ländlichen Mzambazi auszutauschen.
Organisiert hatten das Workcamp die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste Köln mit Unterstützung des Treffpunkts Malawi.
Dass sie in guten Händen waren, spürten die Workcamper täglich: Gemeindepriester Steven Bulambo, der in diesem Jahr auch in Hörstel war, der aus Stuttgart stammende Workcampleiter sowie ein Freiwilliger, dessen mehrmonatige Arbeit in Mzambazi der Treffpunkt Malawi finanziell unterstützt, waren jederzeit für sie da. Auch wenn einige Teilnehmenden wegen der Umstellung zeitweise mit Fieber und Magen-Darm-Problemen kämpften, überwiegen ganz eindeutig die positiven Erlebnisse.
„Besonders berührt hat mich, als wir die Familien der Kolpingjugendlichen besucht haben“, berichtet Katharina Feldmann aus Riesenbeck. „In dem Haus gab es keine Möbel und es wurde extra für mich vom Nachbarn ein Stuhl ausgeliehen, damit ich sitzen konnte.“ Franziska Henkel zeigt sich besonders von den Liedern, die in der Messe gesungen wurden, beeindruckt.
„Ja, die Kirche war cool und die Menschen waren alle super lieb. In Deutschland würde niemand Fremde so begrüßen“, stellt Anne Börgermann fest. Fabian Grüter sieht die vierwöchige Reise insgesamt als einzigartige Lebenserfahrung, die er nicht mehr missen möchte. Den Zusammenhalt in der Gruppe beschreiben alle als bestens und das ist ihnen jetzt noch anzumerken.
Neben dem interkulturellen Austausch stand auch die Gartenarbeit auf dem Programm. Allerdings mussten sich die Malawier erst daran gewöhnen, dass ihre Gäste Unkraut zupften, das Gemüse wässerten und ernteten sowie in der Küche mit anpackten. So erkundigten sie sich immer wieder, ob es nicht zu anstrengend für sie ist. „Dabei hat es mir sehr viel Spaß gemacht, in der Küche auf offenem Feuer den Sima genannten Mais-Brei, das Hauptnahrungsmittel der Malawier, zu kochen“, gesteht die aus Ibbenbüren stammende Lara Hermann.

Bei einer Schulabschlussfeier als Ehrengäste in der ersten Reihe zu sitzen, gehörte zu den Höhepunkten der Reise. Beliebt waren zudem gemeinsame Fußballspiele, an denen sich auch der Priester Steven Bulambo aktiv beteiligte. Zum Einsatz kamen dabei sogar die vor einigen Jahren vom Sportverein Teuto Riesenbeck gespendeten Trikots. Humor bewiesen die Malawier bei einem selbst inszenierten Theaterstück, in dem sie die typischen Verhaltensweisen der Gäste aufs Korn nahmen und zum Beispiel deren Defizite beim Tanzen imitierten. Die Besichtigung des Bienenprojekts in Chaboli war zwar mit einigen Stichen der aggressiven Wildbienen verbunden, dafür versüßte der hervorragende Honig ein wenig den Juckreiz.

Wie bei Workcamps üblich, war nach drei Wochen im Projekt am Ende eine Woche Zeit, um sich dem Land auch touristisch zu nähern. So konnten die Jugendlichen Elefanten und Nilpferde im Vwaza-Nationalpark in freier Wildbahn und aus aller nächster Nähe erleben. Außerdem lieferte Nkhata Bay am Malawisee die Kulisse für traumhafte Fotos von Strand und Palmen. Für eine Nacht waren auch die malawischen Jugendlichen eingeladen, dort die Schönheit ihres Landes zu erleben. „Wir wissen nicht, was wir sagen sollen und sind einfach überwältigt“, war der Leiter der Kolpingjugend begeistert.
Das Afrika-Fieber hat die 18- bis 22-Jährigen voll erwischt: „Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir dort waren“, schwärmen sie. Um stetigen Kontakt zu halten und vor allem die Kolpingjugend in Mzambazi mit Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen, wollen sich die Workcamper nun im Treffpunkt Malawi engagieren. Vorsitzender Thomas Schmiemann freut sich über die neuen Mitglieder: „Gerade die Jugendlichen sind für neue Ideen offen. Ein kurzer Draht zwischen den jungen Menschen ist ein wichtiger Baustein und deshalb ist auch der als Geschenk überreichte Laptop besonders hilfreich.“